Instagram, TikTok & Co. setzen inzwischen eigene KI-Labels – aber nehmen sie dir deine Pflicht ab? Der ruhige Überblick: was der EU AI Act für Social-Media-Posts verlangt, wie die Plattformen KI-Inhalte kennzeichnen und wo dein Job anfängt.
Zwei Dinge greifen ineinander: die Regeln der Plattform (Hausrecht) und der EU AI Act (Gesetz). Die Plattformen verlangen zunehmend, dass du KI-Inhalte beim Posten deklarierst, und labeln sie automatisch, wenn sie sie erkennen. Der EU AI Act (Art. 50) verlangt Transparenz vor allem bei realistisch täuschenden Inhalten (Deepfakes) und bei Texten von öffentlichem Interesse – mit der bekannten Ausnahme bei menschlicher Freigabe.
Erkennen KI-Bilder über Herkunfts-Metadaten (C2PA/IPTC) und versehen sie mit einem „KI-Info"-Hinweis. Beim Posten gibt es zusätzlich eine Selbstauskunft für KI-Inhalte.
Labelt KI-Inhalte automatisch, wenn Herkunfts-Metadaten (C2PA) vorhanden sind, und bietet eine manuelle KI-Kennzeichnung beim Upload.
Zeigt Content-Credentials-Informationen an, wenn sie im Bild hinterlegt sind – relevant für B2B-Content und Agenturen.
Verlangt bei realistischen, veränderten oder synthetischen Inhalten eine Offenlegung durch den Uploader.
Für das sichtbare Label: meist ja. Für deine Compliance insgesamt: nein. Zwei Lücken bleiben:
Wenn KI im Spiel ist, solltest du die Selbstauskunft nutzen; Meta labelt KI-Bilder zudem automatisch anhand von Metadaten. Ob darüber hinaus ein Hinweis rechtlich zwingend ist, hängt vom Inhalt ab (Deepfake/öffentliches Interesse) und entfällt bei menschlicher Prüfung.
Für das sichtbare Label meist ja – für den Nachweis nicht. Der Schalter dokumentiert nicht, wie dein Inhalt entstanden ist. Diesen Nachweis führst du selbst.
Über die KI-Kennzeichnungsfunktion beim Upload; zusätzlich labelt TikTok automatisch, wenn C2PA-Metadaten vorhanden sind.
LinkedIn zeigt Content-Credentials an, wenn sie hinterlegt sind. Für Text-Posts gelten die allgemeinen Regeln: sichtbarer Hinweis vor allem bei öffentlichem Interesse, sonst reicht die dokumentierte redaktionelle Freigabe.
SeshFlow erzeugt Social-Content für alle Kanäle aus einem Quelltext – gekennzeichnet und dokumentiert:
⚖️ Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung, Stand August 2026 – keine Rechtsberatung. Plattform-Funktionen ändern sich; Geltungsbereich und Ausnahmen des Art. 50 EU AI Act hängen vom Einzelfall ab. Für verbindliche Auskünfte ziehe bitte rechtlichen Rat hinzu.